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jänner/februar 2015

Baublatt.Österreich

Baustoffe

+

BAUTECHNIK

Wienerberger

Erste Umweltprodukt-

deklarationen für Ziegel

Im Herbst 2014 erhielt Wienerberger zusammen mit

den österreichischen Branchenkollegen die ersten

Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für Ziegel –

das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit aller

österreichischen Ziegelproduzenten.

it diesen sogenannten EPDs (Envi-

ronmental Product Declarations)

wurde eine einheitliche Datengrundlage

für die ökologische Gebäudebewertung

nach EN 15978 zur Nachhaltigkeit von

Gebäuden geschaffen – und somit auch ei-

ne valide Basis für den Vergleich verschie-

dener Bausysteme und -stoffe. Denn die

Umweltproduktdeklarationen treffen nicht

nur singuläre Aussagen zum Energie- und

Ressourceneinsatz und in welchem Aus-

maß ein Produkt zum Treibhauseffekt bei-

trägt, sondern auch zu Umweltindikatoren

wie Versäuerung, Überdüngung und – im

Falle der Ziegel-EPDs – sogar zu neuen In-

dikatoren wie Toxizität, Land- und

Wasserverbrauch – und das über den ge-

samten Produktlebenszyklus. Außerdem

werden Angaben zu technischen Eigen-

schaften gemacht, die für die Einschät-

zung der Performance des Bauproduktes

im Gebäude benötigt werden, wie Lebens-

dauer, Wärme- und Schallisolierung oder

den Einfluss auf die Qualität der Innen-

raumluft. Somit entsteht mit den EPDs

erstmals die Möglichkeit zu einer ganz-

heitlicheren Beurteilung.

Die in den EPDs enthaltenen Daten

werden nun umgehend in die österreichi-

sche Baustoffdatenbank Baubook sowie

die deutsche Baustoffdatenbank Ökobau.

dat eingetragen und stellen einen Meilen-

stein hinsichtlich einer deutlichen Besser-

stellung von Ziegelbaustoffen bei der öko-

logischen Gebäudebewertung dar. Denn

Faktoren wie Energie- und Ressourcenein-

satz, aber auch Aus- und Einwirkungen

auf Umwelt und Wohngesundheit spielen

eine immer größere Rolle, wenn es für Pla-

ner, Architekten, Bauunternehmen, Immo-

biliengesellschaften oder den Bauherren

eines Einfamilienhauses um die Entschei-

dung für oder gegen eine bestimmte

Lösung geht.

Umso wichtiger ist es daher, den

Entscheidern eine valide Basis zu bieten,

die es auf Grund vorgegebener Normen

und Kategorien ermöglicht, Systeme zu

vergleichen.

Die österreichischen EPDs wurden in

enger Zusammenarbeit aller österreichi-

schen Hersteller und in Kooperation mit

dem Beratungsunternehmen PE Interna-

tional sowie der österreichischen Bau-EPD

GmbH als Programmbetreiber erarbeitet

und beruhen auf den einschlägigen euro-

päischen Normen bzw. den ergänzenden

Regeln des Europäischen Dachverbands

der Ziegelindustrie TBE.

M

„So baut Österreich!“

– zu zeigen, wie Herr und Frau

Österreicher mit dem massiven Baustoff Ziegel langlebige,

nachhaltige und beständige Werte schaffen können: darum

dreht sich die neue integrierte Dachmarken-Kampagne der

Wienerberger Ziegelindustrie, der österreichischen Tochter

des Weltmarktführers im Ziegelbereich. Zentrales Element ist

das High-End-Produkt aus dem Hause Wienerberger, der

Porotherm W.i. Denn diese neueste Ziegelgeneration verfügt

über bereits werkseitig integrierte Dämmung und sorgt so,

neben allen anderen Vorzügen, die der Ziegel bietet, für

optimales Wärme- und Energiemanagement ohne zusätzlich

aufzubringende Dämmschicht.

Von links: Gerhard Koch (Geschäftsführer des Verbands Österreichischer

Ziegelwerke, VÖZ), Sarah Richter (Bau EPD GmbH) und Rudi Ecklmayr

(Geschäftsführer des Zieglerverbands in Linz) mit den ersten europäischen

EPDs mit ECO-Logo für die Ziegelindustrie.